Landtagswahl 2026 – Ende der Realschule? Grüne, SPD und Linke werden die Realschule nach der Wahl abschaffen
von RLV-BW
Landtagswahl 2026 – Ende der Realschule?
Grüne, SPD und Linke werden die Realschule nach der Wahl abschaffen
Die Wahlprogramme und die Politik der letzten Jahre von Bündnis90/Die Grünen, SPD und Linke sprechen eine klare Sprache. Sollten diese Parteien nach der Landtagswahl am 8. März 2026 die Regierung bilden, wird die Realschule in Baden-Württemberg abgeschafft werden und in der „Neuen Sekundarschule“ aufgehen. In dieser „Neuen Sekundarschule“ sollen alle bisherigen Schularten des gegliederten Schulwesens (Haupt- und Werkrealschulen, Gemeinschaftsschulen und Realschulen) integriert werden. Daneben soll lediglich das Gymnasium als zweite Säule des Schulwesens eigenständig erhalten bleiben.
Die „Neue Sekundarschule“ solle das „Beste aus beiden Welten“ zusammenfügen, so die „Expertenkommission“, die im Auftrag der Bosch-Stiftung das Konzept der neuen Schulart entwickelt hat. Auffallend ist jedoch, dass aus der „Welt“ der Realschule kaum etwas enthalten sein wird, die „Welt“ der Gemeinschaftsschule jedoch außerordentlich prägend sein wird. Nicht erstaunlich, sind doch alle Mitglieder der Expertenkommission mehr oder weniger eng mit der Gemeinschaftsschule oder mit Gewerkschaften und Parteien verbunden, die die Idee einer „Einheitsschule“ schon lange propagieren.
Das Landtagswahlergebnis wird entscheidend für die Zukunft der Realschule sein.
CDU und FDP wollen laut ihren Wahlprogrammen die verbindliche Grundschulempfehlung auch für die Realschule wieder einführen und das differenzierte Schulwesen insgesamt stärken und die Profilierung der einzelnen Schularten erhalten. Darüber hinaus soll explizit die Realschule gestärkt werden. So fordert die FDP in ihrem Wahlprogramm, dass die Realschule als eigenständige Schulart mit klarem Profil sichtbar bleiben müsse. In ihrem Wahlprogramm bezeichnet die FDP die Realschule als „Kaderschmiede des Mittelstandes“.
Ganz anders u.a. die SPD, die unter dem Slogan „Wir sorgen für mehr Bildungsgerechtigkeit“ in ihrem Wahlprogramm schreibt: „Deshalb schaffen wir zwei gleichwertige Wege: das Gymnasium und eine leistungsstarke, integrative zweite Säule auf Basis einer weiterentwickelten Gemeinschaftsschule.“
Die Wählerinnen und Wähler entscheiden am 8. März also darüber, ob der Weg der Realschule in Baden-Württemberg endet oder nicht.
Die Positionen zu einem vielfältigen Schulsystem und zur Realschule kurz und knapp:
